Geschichte
Geschichte des Projektes

Im Jahr 2001 setzte sich die Bundesleitung der KJG zum Ziel die Mädchenarbeit des Gesamtverbandes sowohl theoretisch-konzeptionell als auch methodisch auf „neue Füße“ zu stellen. Heraus kam zunächst ein Positionspapier zu den Themen Mädchensein und Mädchenarbeit, das ihr im Internet unter der Adresse www.kjg.de finden könnt. Dieses Papier erhebt nicht den Anspruch vollständig zu sein. Es ist vielmehr geplant, es ständig zu aktualisieren.
Der zweite Schritt zur Weiterentwicklung der Mädchenarbeit bestand in der Idee zu einem Mädchenprojekt, an dem möglichst viele beteiligt sein sollen: die Bundesleitung, das Frauenpräsidium, der Frauen-AK, die Leiter/innen der Diözesen, die Gruppenleiterinnen und vor allen Dingen die Mädchen selbst.
Ihr werdet euch vielleicht fragen, wozu so viele Personen und Stellen beteiligen?


Das hat mehrere Gründe:
Mädchenarbeit allgemein befindet sich schon eine ganze Weile „in der Krise“, wie es immer wieder so schön ausgedrückt wird. Viele Mädchen wollen anscheinend immer häufiger nicht mehr das, was ihnen in der Jugendarbeit oder konkret in der Mädchenarbeit angeboten wird. Sie fühlen sich insgesamt nicht mehr benachteiligt und sehen sich selbst schon gar nicht als „Opfer“. Einige nach wie vor bestehende Ungleichheiten werden von den meisten Mädchen nicht wahrgenommen oder verleugnet. Dieses neue Selbstbewusstsein ist sicherlich auch ein positives Ergebnis von 30 Jahren Frauenbewegung und der durch die Frauenbewegung entstandenen Mädchenarbeit. Mädchen und Mädchensein haben sich also in vieler Hinsicht verändert, neue Handlungsspielräume liegen eng neben „alten“ Beschränkungen und Mädchen sind untereinander sehr, sehr unterschiedlich geworden in ihren Bedürfnissen, Wünschen, Fragen und/oder Problemen.
Was liegt also näher als möglichst viele Mädchen nicht nur selbst zu fragen, was sie wollen und brauchen, sondern sie auch in der Gestaltung neuer Angebote als Expertinnen hinzu zu ziehen!?
Und wer hat den engsten Kontakt zu Mädchen in der Mädchenarbeit? Das seid ihr, die Gruppenleiterinnen! Ihr wisst viel über „eure“ Mädchen, kennt ihre Vorlieben für bestimmte Themen, wisst, was sie gerne machen und seid auch vertraut mit ihren aktuellen Fragen und Problemen. Deshalb war es bei der Planung des Projektes sehr schnell klar:

Die Gruppenleiterinnen sind wichtige Projektpartnerinnen und der Erfolg dieses Projektes hängt ganz entscheidend von euch und eurem Engagement, hier mit zu machen und euch einzubringen, ab!

Ohne die Unterstützung der Diözesanleitungen sind solche Projekte kaum durchführbar. Deshalb gibt es in allen beteiligten Diözesen eine Ansprechpartnerin für euch und für alle anderen Projektbeteiligten, sodass der Infofluss und Kontakt zwischen allen Beteiligten gesichert ist.
Ein so großes Projekt bedarf sorgfältiger Planung und kontinuierlicher Mitarbeit von engagierten Frauen. Ebenso muss eine gut funktionierende Logistik vorhanden sein. All dies bringt die Bundesleitung und die Frauengremien auf dieser Ebene mit.

Die Planung ist abgeschlossen, „4girls als Titel fürs Projekt geboren“ und die ersten beiden Hefte haltet ihr schon in euren Händen. Jetzt kann es losgehen!